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Das Waldgut Blumberg befindet sich in einem vorpommerschen Landstrich, der abwechselnd zu Pommern, Brandenburg, Dänemark und Schweden gehörte. Hier erfreut sich der Blumberger Wald seit Jahrhunderten bei Förstern, Jägern und Naturfreunden größter Beliebtheit.

In der Vielseitigkeit des struktur- und artenreichen Waldes wird die jahrhundertelange, sorgfältige Bewirtschaftung nach den Kriterien der Nachhaltigkeit erkennbar. Auch die heutige Bewirtschaftung erfolgt nach den Grundsätzen der naturgemäßen Waldwirtschaft. Das Nordrevier ist durch die meist kräftig mit Nährstoffen versorgten Böden charakterisiert durch Laub- und Laub-Mischwaldbestände, während im Südrevier größtenteils Kiefern- sowie Kiefernmischbestände auf sandigen Böden vorherrschen. (Siehe auch Landschaftswerkstatt Uckermark-Barnim)

Seine bis heute prägende Gestaltung erhielt der Blumberger Wald während der 60-jährigen Dienstzeit des Oberförsters August Friedrich Schmidt, der im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss seines Lehrers Peter Joseph Lenné und Heinrich Karl II. Erimar von der Osten und dessen Sohn Florentin die parkartige Anlage des Forstes durchführte, die sich in der Landschaftsgestaltung der Feldflur fortsetzt. Oberförster Schmidt war darüber hinaus für seine Obstbaumschule im ganzen Land bekannt. Die an den Wegrändern in Blumberg noch heute stehenden Obstbäume erinnern an diese Zeit.

Der Großvater der heutigen Besitzer veranlasste zu Beginn der 1930er Jahre den staatlichen Schutz eines Teiles des Waldes und ließ diesen zum Naturschutzgebiet erklären. Damit unterwarf er sich freiwillig strengen Schutzbestimmungen zur Sicherung der im Wald befindlichen Vogelbrutstätten und damit der Artenvielfalt. Heute brüten in unserem Wald See- und Schreiadler, Kranich und Schwarzspecht. Außerdem finden sich zahlreiche Fledermausarten im Wald ein.

Dank der auch während der Zeit der Konfiskation erfolgten Pflege des Waldes als Staatsforst, stellt dieser heute wieder eine wichtige ökonomische Basis für den Erhalt des in Familienbesitz befindlichen Gutshofes dar.

Der Wald war schon immer wegen seines für brandenburgische und vorpommersche Verhältnisse außergewöhnlich hohen Laubholzanteils eines der attraktivsten Hochwild-Reviere im Nordosten Deutschlands. Der Wald bietet auf Grund der Insellage einen optimalen Lebensraum für Rot-, Muffel-, Reh- und Schwarzwild. Ebenso präsentiert sich hier eine vielgestaltige Vogelwelt mit See- und Schreiadler, Kranich, Wachtelkönig und Goldregenpfeiffer sowie vielen weiteren Arten. (Siehe auch Waldbau und Historie rund um Blumberg / Wild und Hund)

Das frühklassizistische Gutshaus-Ensemble des heutigen Waldgutes befindet sich in der von Peter Joseph Lenné entworfenen Parklandschaft. Dieses Ensemble und die markante alte Patronatskirche aus dem 13. Jahrhundert gelten als architektonisch bedeutende Gebäude in Brandenburg. Die Planung und Bauausführung wurde durch die preußische Landbauschule sichtbar geprägt. Das Gutshaus ist zwar "barock" in der Anlage als Dreiflügelbau mit Ehrenhof und Knüppelwalmdach des Corps de Logis, aber klassizistisch in der Ausführung. Das Gutshof-Ensemble erhält mit seinem Hof, der Bruchsteinfassade des Gutshauses an seiner Nordseite zugleich den Charakter eines Wirtschaftsbetriebes. (Siehe auch hier)